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Heinzel kauft über Zellstoff Pöls tschechische Fabrik
Zellstofferzeuger BIOCEL setzt 1,37 Milliarden um
Jetzt ist es entgültig fix. ÖIAG-Aufsichtsratsschef und Ex-SCA-Topmanager Alfred Heinzel kauft das tschechische Zellstoffwerk Biocel. Damit rührt Heinzel nicht nur in der Verstaatlichtenholding um, er baut auch sein eigenes Papierhandels- und Zellstoffimperium weiter
aus.
Preis unter 1 Mrd. Schilling
Konkret kauft die im Vorjahr von Frantschach übernommene Zellstoff Pöls AG. in einem ersten Schritt rund 94 Prozent der Biocel-Aktien, bestätigt Heinzel-Berater Heinrich Stahl. Bis Ende März soll auch der Rest der Aktien übernommen sein. Über die Höhe
des Kaufpreises schweigt sich Stahl zwar aus, Analysten schätzen das Volumen des Deals aber auf etwa 800 bis 900 Millionen Schilling.
Insgesamt steigt Heinzel damit zu den größten Erzeugern von Spezial-zellstoffen in Europa auf. Während Pöls die einzige Fabrik für Langfaser-zellstoff ist, gehört Biocel zu den wenigen Erzeugern von Sulfitzellstoff, der meist für Verpackungspapiere
verwendet wird.
Biocel setzte 1999 rund 1,37 Milliarden Schilling um und machte 151 Millionen Gewinn. Stahl: "Das Werk ist eingentlich auf dem neuesten Stand. Es sind also keine Investitionen nötig."
Durch den Kauf steigt der Pöls-Umsatz heuer auf knapp 4 Milliarden Schilling. Gleichzeitig nähert sich die gesamte Heinzel-Gruppe der Umsatzgrenze von zehn Milliarden Schilling.
Heinzels Papierhandelsfirma Wilfried Heinzel AG. setzte zuletzt nämlich rund 4,5 Milliarden Schilling um. Eigentümer der Handelsfirma sind wie bei Pöls Heinzel und sein Manager Heinz Zinner.
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