Innovative Produktion von Zellstoff und Papier

Zellstoffherstellung

Die Zellstoffproduktion in Pöls erfolgt nach dem sogenannten Sulfatprozess. Das Besondere am Sulfatprozess ist der zum größten Teil geschlossene Kreislauf, welcher die Rückgewinnung der Aufschlusschemikalien beinhaltet.

Im Wesentlichen besteht eine Sulfatfabrik aus der Zellstofferzeugungslinie, sowie den Rückgewinnungs- und Nebenanlagen.

Holzaufbereitung in der Zellstoff Pöls AG

Entrindetes und gehacktes Fichten- und Kiefernholz gelangt vom Holzplatz in den Imprägnierbehälter, wo mit Dampf und Alkali die Hackschnitzel imprägniert werden.

Zellstofferzeugung in der Zellstoff Pöls AG

Von der Imprägnierung werden die Hackschnitzel in den kontinuierlichen Kocher überführt und mit Druck, Temperatur und Weißlauge (Natronlauge und Natriumsulfid) chemisch aufgeschlossen. In diesem Kochprozess wird die Kittsubstanz Lignin des Holzes gelöst und die Zellstofffasern freigelegt.
 
Nach Reinigungs- bzw. Waschstationen wird der ungebleichte Zellstoff in einer 5-stufigen Elementar Chlor freien Bleiche (ECF) auf eine Weiße von 90% ISO gebracht. Die dabei verwendeten Chemikalien sind Sauerstoff, Wasserstoffperoxid und Chlordioxid.
 
Um den fertigen, gebleichten Zellstoff transportfähig zu machen wird dieser in Pöls mit einem Bahntrockner und Flockentrockner getrocknet. Je nach Trocknung entstehen die unterschiedlichen Sorten ORION Bogen und ORION Flocke.
 
 
Rückgewinnungs- und Nebenanlagen
Die ligninhaltige Kochlauge, auch Schwarzlauge genannt, wird mit den gelösten Holzsubstanzen und Chemikalien eingedickt und im Laugenkessel verbrannt.
 
Die bei der Verbrennung des organischen Anteils der Schwarzlauge frei werdende Energie wird zur Dampf- und elektrischen Energie Produktion genutzt. Mit dieser produzierten Energie wird die gesamte Zellstoff- wie Papierproduktion gespeist. Überschussdampf geht in das Fernwärmenetz, Überschussstrom in das öffentliche Netz.
 
Der anorganische Anteil nach dem Verbrennungsprozess fällt als Schmelze an. Über den sogenannten Kaustifizierungsprozess werden diese Chemikalien wieder in die Aufschlusschemikalien für den Kochprozess umgewandelt.
 
Wasseraufbereitung, Wasserkraftwerk, Abwasserreinigung, Chlordioxidanlage, Terpentingewinnung und Tallölanlage sind weitere Nebenanlagen der Zellstoff Pöls AG.

Papierherstellung in Pöls

Papiererzeugung in der Zellstoff Pöls AG

Stoffaufbereitung und Papiermaschine
In einer Stoffaufbereitung werden die Rohstoffe bestehend aus Langfaser- und Kurzfaserzellstoff gemahlen und anschließend gemäß Rezeptur mit Hilfsstoffen wie Leim, Talkum etc. gemischt und der Papiermaschine zugeführt.
 
Die PM2 von STARKRAFT verfügt unter anderem über einen Obersiebformer, um die Papierformation zu verbessern und einem Yankee-Zylinder. Die Trockenpartie ist mit Single- und Double-Tier Bestückung und einem Glättwerk ausgestattet. Die Popperolle kann bis 3,20 Meter Durchmesser und ca. 33 to Papiergewicht aufrollen. Weiters ist zwischen der Papiermaschine und Rollenschneider ein Ablegeplatz für 5 Tamboure vorhanden. Die produzierten Tamboure werden am Rollenschneider auf die gewünschten Rollenbreiten geschnitten und anschließend mit dem eigenen Papier verpackt.
 
Jährlich können mindestens 80.000 to Papier in Form von Papierrollen im Grammaturbereich von 28 g/m² bis 120 g/m² das Werk verlassen. Die Konfiguration der Papiermaschine ermöglicht die Produktion von Papier für eine große Bandbreite an Endprodukten. Unter dem Namen STARKRAFT werden Verpackungen für Lebensmittel, Tragetaschen, Verpackungspapier für Geschenke sowie für automatische industrielle Befüllung, medizinische und klinische Anwendungen und Verpackungsmaterial für Artikel wie Saucen, Suppen etc. gefertigt.
 
 
Mehr Informationen und Bilder finden Sie unter www.starkraft.com